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Unser "Geheimnis" Wir haben in München ein einfaches, auf 3 Säulen basierendes Konzept:
1. Freude: Der Spaß an diesem Hobby ist es, den wir Euch vermitteln möchten. Wir bilden Euch im Schwertkampf aus und hoffen, dass ihr diese Faszination mit uns teilt, egal aus welchem Grund. 2. System: Das Gladiatores System nach Sven Baumgarten. Ein fundiertes System, eine Grundschule und eine eigens erarbeitete und niedergeschriebene Technik, die immer wieder aufs neue hinterfragt und mit anderen Schulen Europas abgeglichen wird. 3. Faszination: Die ganze Thematik des Mittelalters, die Waffen, Historik, das Leben "damals" und generell die Zeit von Früher - das alles übt eine unglaubliche Faszination auf viele Menschen aus - so auch auf uns. |
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1. Die Freude an diesem Hobby! Für uns gibt es die unterschiedlichsten Beweggründe das Schwertfechten zu erlernen:
- Spaß und Bedürfnis an Bewegung, Fitness und einem gesunden Lebensstil - Faszination und Interesse an den Waffen - Die Herausforderung am Wettkampf oder dem Darstellen von Mittelalterlichen Szenen und Kämpfen - Eine Gemeinschaft, in der man sich wohlfühlen kann (die Fechthalle, Events und der Austausch untereinander).
Für jeden gibt es bei uns ein Zuhause. Ob man sich mit dem Schwert einfach "nur" fit hält und die Faszination einer Schwert-Kampfkunst genießt, ob man fasziniert ist von den europäischen Waffen und den Thematiken Mittelalter und Fantasy, oder ob man wirklich Wettkampffechten möchte (Freikampf) oder gar ein Showdarsteller werden möchte (historisches Showfechten). |
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2. Die Graduierungen / Das Lernsystem Damit unsere Schüler besser lernen können, haben wir ein Graduierungs-System entwickelt, dass sich wie folgt aufteilt:
1. Grad Schüler 2. Grad Lehrling 3. Grad Geselle
In diesen Graduierungen sind Techniken und Übungen enthalten, die genau angepasst sind an die spezielle Lehrstufe. Jede Graduierung unterteilt sich nochmals in drei Unterstufen (Schüler 1/Schüler 2/Schüler 3). Diese Unterstufen stellen praktisch den Reifeprozess eines Fechters dar. Bei Sven Baumgarten können, wenn es gewünscht wird, Prüfungen zu diesen Graden abgelegt werden. Sie sind jedoch bei uns nicht zwingend oder gar erforderlich, sondern rein freiwillig. Wer aber kontrollieren möchte, wie gut oder weit er oder sie wirklich ist, ist bei diesen Prüfungen sehr gut aufgehoben.
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Der Schüler Der Schüler lernt alle Grundtechniken wie der Beinarbeit, Hiebe, einfache "Bindungs"-Paraden, so wie Tempobrüche: Das Arbeiten vom Nach ins Vor, vom Parieren in den Konter. Er lernt die verschiedenen Hiebvariationen, welche Hiebe welche Auswirkungen haben und wie sie geschlagen werden. Er lernt erste Windentechniken und das Stechen und darüber hinaus leichte Ringetechniken für das geharnischte Fechten (Halbschwert). Beim Schüler wird darauf acht gegeben, dass die Techniken langsam und sauber gemacht werden. |
| Erste Übungen in denen man unterscheiden lernt, welche Attacke wohin oder auch wohin der Konter geführt wird, werden auch schon geübt. Diese Übungen sind immens wichtig, um das Gefühl für die Waffe zu entwickeln. Aber auch um in den Anfängen zu begreifen, wie Fechten und bewaffneter Kampf eigentlich abläuft. | |
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Der Lehrling Der Lehrling beherrscht die Grundtechniken bereits im Schlaf. Er muss sich nicht mehr darum kümmern, wo er genau die Füße hinzusetzen hat und ob seine Hiebe den korrekten Winkel besitzen. Der Lehrling beginnt zu Fechten. Er erlernt fortgeschrittene Techniken, die sich mehr und mehr mit dem Gefühl am Schwert beschäftigen. Manche Übungen werden "blind" geführt - also mit geschlossenen Augen damit er lernt sich nicht auf die Augen zu verlassen sondern darauf welchen Impuls, Druck oder welche Art der Technik der Übungspartner mit der eigenen Klinge und seiner anwendet. |
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| Er lernt Methoden wie die flache Parade, Schliffe an der Klinge, die "durchgehende" Parade und, er beginnt in historische Abläufe hineinzuschnuppern: Aufgezeichnete Kampfabläufe, die von den wahren Fechtmeistern des Mittelalters (Liechtenauer, Talhofer, Ringeck etc.) in Schriften aufgezeichnet wurden und sich mit der wirklichen Fechtkunst beschäftigen. | |
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Der Geselle Der Geselle ist in allen Grundtechniken fertig geschulter Fechter der sich um eines kümmert: Der wirklichen Kampfsituation. Denn die meisten Kampfsituationen spielen sich in einer Zeitphase ab, die ein Anfänger und auch ein Geübter Fechtschüler von seinem technischen Verständnis her niemals begreifen, geschweige denn anwenden könnte und aus Sicherheitsgründen auch nicht anwenden dürfte. Diese Zeitphase nannte man im europäischen Fechten das Indes. Also das "Gleichzeitige". Es bedeutet das gleichzeitige Handeln: Angreifen und gleichzeitiges Blocken während der Gegner handelt. |
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Die Prinzipien davon sind leicht zu verstehen und auch für Geübte schon mal vorsichtig auszuprobieren. Jedoch wird man dies erst richtig begreifen, wenn man Eins ist mit seiner Waffe. Erst wenn man wirklich fühlt und begreift wie die Physik des Kampfes funkioniert, dann beginnt man eines zu verstehen:
Das Lernen beginnt nun erst richtig ...
Sobald man die Stufe eines Gesellen erreicht, beginnt man wirklich zu begreifen, was Fechten bedeutet und man beginnt zu ahnen, dass die 5 Jahre zuvor nur ein "Ausprobieren", Lernen von Basiswissen und Herantasten waren ... |
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3. Die Waffen Wir unterrichten bei Gladiatores viele verschiedene Waffen Die meistgefragtesten in München: Das Lange Schwert, Rapier und die Mordaxt in wöchentlichen Kursen. Alle anderen werden immer wieder in den Sonntagsseminaren oder auch in den Wochenendseminaren von Sven Baumgarten unterrichtet. Für unsere Münchner Mitglieder ist es wichtig zu erfahren, was sie direkt hier bei uns vor Ort lernen können. Der Plan für die Münchner Schule sieht aktuell so aus, dass wir in diesem Jahr neben dem langen Schwert und der italienischen Schule, also dem Rapier noch die Mordaxt einführen werden. Im nächsten Jahr sollen dann Schwert & Schild und das Lange Messer hinzukommen. Der Dolch wird als Nebenwaffe im Programm sein und wir versuchen diese Techniken auch immer wieder zu ergänzen. Vieles was es bei uns zu lernen gibt, führt zwangsläufig zu Sven Baumgarten, unserem Fechtmeister der sein Leben damit verbringt immer wieder neues in jeder Waffe zu ergründen und die Waffenkunst des europäischen Mittelalters in unserer Zeit zu etablieren. Nicht nur als Kunst und Wissensform, sondern auch als Sport und Freizeitprogramm, für den Wettkampf, wie auch um fit zu bleiben und einen gesunden Lebensstil führen zu können - mit der Faszination Mittelalter und dessen edler Waffenthematik. Die folgende Abschnitte führen kurz durch eine jede, dieser bei uns angebotenen Waffen. Längere und wirklich ausführliche Abhandlungen dazu gibt es in unserer Bibliothek.
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Das Lange Schwert Nachdem im 14. Jahrhundert der Schild, durch die Entwicklung stärkerer Rüstungen für den berittenen Kämpfer immer weniger von Nöten war, gewann die beidhändige Führung des Schwertes an Bedeutung. So entwickelten sich längere Griffe, bis zu 30 cm lange "Gehilze", die eine wesentlich präzisere und feinere Handhabung, bei gleichbleibender und sogar höherer Aufschlagskraft der Waffe zuließen. Das lange Schwert war (und ist) - im Gegensatz zur landläufgigen Meinung - eine sehr leichte und elegante Waffe. So wogen die Fechtschwerter zwischen 1,3 kg und 1,6 kg. Also sogar noch leichter als viele der heutigen, guten Fechtwaffen. |
| Das lange Schwert galt als die "Königswaffe", welche den Adligen oder höher gestellten Bürgern, aber auch in der Fechtkunst geschulten Söldner vorbehalten wurde. | |
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Der Rapier bzw. Die italienische Schule
Die Verwendung und die Bedeutung des Schwertes im Kriegsgebrauch veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Anfangs noch reine Hiebwaffe, wurde aus dem Schwert im europäischen Mittelalter mehr und mehr eine Stichwaffe. Das gipfelte im 16. Jahrhundert in der Anfertigung und Verwendung von regelrechten Stichschwertern. Nachdem aber diese Waffe im Allgemeinen ihre Bedeutung in der Kriegsführung verlor, jedoch als Standessymbol für Adlige und besser gestellte Bürger weiter immens wichtig war, wurden die Klingen immer leichter und schlanker. Zum Schutz der Hände und Finger entwickelten sich schon zu Zeiten der Stechschwerter Bügel und Fingerschutz. |
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| Dieser wurde beim Degen und Rapier immer aufwendiger, stilistischer und größer. Die Italiener waren im späten 16. Jahrhundert und darauffolgend führend in dieser Kampfkunst. | |
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Die Mordaxt Die Mordaxt war eine Stangenwaffe die im späten Mittelalter und der frühen Renessaince speziell gegen geharnischte Gegner ihren Einsatz fand. Sie ist eine etwa 1,60-1,80 Meter lange Stangenwaffe, die in einer scharfkantigen Spitze endet, jedoch zusätzlich ein Axtblatt und einen Hammerkopf oder auch einen oder mehrere Schlagdorne besaß. Sie wurde aber auch im "Bloßfechten", also dem ungeschützten Duellkampf eingesetzt. Eine Waffe, die deshalb sehr interessant zu lernen ist, da sie Stabtechniken mit denen des langen Schwertes kombiniert und unglaublich viel Freude in der Handhabung macht. |
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Schwert & Schild Eine Liäson über Jahrhunderte. Das Schwert existierte lange Zeit nie ohne ein Schild, denn eine einhändige Waffe bot wenig Schutz. Erst mit dem Aufkommen von stärkeren Panzerungen war es möglich auf einen Schild im Kampf zu verzichten. Der Schild fand aber zahlreiche Anwendungsgebiete. Ob in der Infantrie und der Schlachtreihe schon bei den alten Römern, im Zweikampf als Faustbuckel oder Rundschild, sehr klassisch als Schutz des bewaffneten Reiters oder im Kampf mit dem Speer oder Axt, war der Schild die absolute Ergänzung. Doch auch Armbrust-, und Bogenschützen nutzten oft einen Schild, um ihre Aktionen zu schützen. |
| Beim Duell und Zweikampf, also der Kampfform die wir hauptsächlich weitergeben, unterrichten wir den Kampf mit dem Buckler und dem langen Messer oder dem Rundschild und Schwert. | |
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Der Dolch
Der Dolch ist ein Evergreen unter den Waffen. Auch heute noch gehören Messerkampftechniken nach wie vor zum Repertoire vieler Kampfstile. Im Mittelalter fand der Dolch jedoch auch als Beiwaffe große Bedeutung und in vielen Formen und Arten seine Realisation. Ob edel und aufwändig, ob als Parierwaffe speziell in der italienischen Schule mit großen, geschwungenen Gabeln zum Ansetzen von Hebeln oder einem Eispickel gleich, beim Kampf gegen einen geharnischten Gegner: Der Dolch gehörte oft und fast immer zum Kriegerrepertoire. |
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Kampf & Kriegsringen Bei den alten Griechen, den Römern, in der heutigen Zeit als Sport und zur Selbstverteidigung, so wie auch im Mittelalter: Immer geht es in den Nahkampf. Denn sobald es nah an den Mann heran ging, wurde die lange Waffe unpraktisch, eines aber immens wichtig: Korrekte Hebel,- und Ringentechniken. Den Gegner zu Fall bringen, durch Hebel, Würfe, Griffe und dererlei. Beim Ringen gibt es viel unterstützendes: Den Dolch als unangenehme Verlängerung der Hand, das Schwert als langen Hebel angesetzt oder mit dem Knauf zum schlagen. |
| Im Kampf und Kriegsringen finden jahrhundertealte Erkenntnisse aber auch die technischen Möglichkeiten der benutzten Waffen zueinander. | |



